|
Red Baron Flying Club e.V.
Am 29. April 1945 besetzten Verbände der 7. U.S. Army den Flughafen Schleißheim, der danach weiter als "Schleißheim Airfield" fortbestand. Ca. 1953 wurde der Lone Star Flying Club von Sgt. Hill C. Higdon und Don Dickinson gegründet. Die ersten Flugzeuge waren zwei Miles Magister, eine Tiger Moth und eine KZ III. 1955 hatte der Verein ca. 115 Mitglieder und Zweigstellen auf den U.S. Flugplätzen Augsburg und Kaufbeuren. Der Club hieß jetzt "Loan Star Flying Club of Bavaria".
Die U.S. Army ordnete ca. 1965 die Luftsportaktivitäten ihrer Soldaten neu und aus dem "Lone Star Flying Club" wurde der "Red Barons Flying Club U.S. Army Europe". Mitglieder waren hauptsächlich Amerikaner, die in München und Augsburg stationiert waren. Da die U.S. Soldaten im Durchschnitt nur zwei Jahre in Deutschland waren, gab es eine große Fluktuation und leider blieben kaum verwertbare Dokumente aus dieser Zeit.
Der RBFC, wie der Red Baron Flying Club abgekürzt wird, geht auf den ältesten Flugverein am Flugplatz Oberschleißheim zurück. Bereits 1965 wurde er von Prof. Thomas J. Gerald von der University of Maryland als Freizeitaktivität für die GI´s des US Militärs gegründet, allerdings nicht in Oberschleißheim, sondern damals zunächst in Bad Tölz.
Wenig später zog der Verein nach Augsburg und Anfang der 70'ger Jahre schließlich nach Oberschleißheim. 1974 wurde der Schotte David Clifton-Harvey das erste nicht-amerikanische Mitglied. Er war verantwortlich für die Beschaffung und Wartung einer Reihe von Flugzeugen für den Verein, vor allem Cessna 150's, später auch einer Cessna 172, die alle US- registriert waren. Als Tom aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz abgeben musste, folgten Gregory Leestma und dann William (Bill) Xaver Kealey. Ein spektakuläres Mitglied war Air Vice Marshall Mahab Gahatma Tawab aus Bangladesh, der als Fluglehrer für den Verein tätig war und später viele Jahre lang die Reservierung der Flugzeuge für den Verein vornahm. Mitte der 1970'ger trat Tom Gerald wieder an die Spitze des Vereins, dem nach und nach aufgrund des Rückzugs des US Militärs mehr deutsche als amerikanische Mitglieder angehörten. 1992 ereignete sich leider ein schwerer Unfall mit der Vereinsmaschine, bei dem ein Passagier den Tod fand. Danach siechte der Verein dahin ohne Flugzeug dahin, die politischen Zeichen standen auf Abzug der Amerikaner und der Club wäre fast aufgelöst worden.
Die Amerikanischen Begründer des Clubs mussten mit den US- Truppen die Stadt verlassen, AFN, die University of Maryland und viele Einrichtungen und mit Ihnen unsere Clubkameraden verließen Deutschland. Mit dem Umbau des alten Clubs 1994 erfolgte ein neuer Anfang. Der "Red Baron Flying Club e.V." wurde nach deutschem Vereinsrecht gegründet und Günter Lölkes zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dank der Treue der Mitglieder, die weiterhin ihre Mitgliedsbeiträge entrichteten, obwohl es keine Maschine zu fliegen gab, konnte David eine wunderschöne Cessna 172, Baujahr 1979 mit nur ca. 500 Stunden in Bristol in UK kaufen. Diese wurde als D-ERBF zugelassen und ist noch heute der Stolz des Vereins. Als Günter Lölkes Ende 1998 nach Süd-Frankreich auswanderte, übernahm Hedwig Sensen sein Amt als 1. Vorstand. Neben der Fliegerei war damals das wichtigste Projekt des neuen Vereins der Umbau der Vereinswerkstatt zu einem ansehnlichen und gemütlichen Clubraum, den vor allem Adi Morgenstern unermüdlich vorantrieb.
Im Oktober 2003 wurde Frank Ude zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er ist eines der langjährigsten Mitglieder der Red Barons und trat dem Club Ende der 80er, damals noch mit PPL A USA in den "amerikanischen Zeiten" bei. Unterstützt wird er bei seiner Vorstandsarbeit durch Claus Reichinger als 2. Vorstand und Jürgen Böttcher als Kassenwart, die beide auch schon früher diese Aufgaben wahrnahmen. Diese Vorstandsbesetzung wurde von den Red Barons in 2005 und 2007 einstimmig bestätigt.
Seit Anfang 2004 gibt es unter der Leitung von Armin Schöntag eine Jugendgruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, interessierten Jungen Menschen den Spaß an der Fliegerei zu vermitteln, und natürlich sie in die Luft zu bringen.
Heute hat der RBFC 30 aktive Pilotinnen und Piloten und 6 Motorflugzeuge. Alle Buchungen und der der gesamte Informationsaustausch finden über das Internet statt ( www.yebu.de und www.rbfc.de ).
Eines der Hauptziele des Vereins ist das möglichst kostengünstige Fliegen, und das bei einem Minimum an "Vereinsmeierei". Mit Adolf Morgenstern ist der Verein in der glücklichen Situation, einen deutschen Fluglehrer zur Weiterbildung und zum Training der Mitglieder zu haben. Alle Pilotinnen und Piloten mit US- Lizenzen werden regelmäßig von unserem amerikanischen Fluglehrer und Vorstandsmitglied Jürgen Böttcher überprüft.
Wir freuen uns über zu uns passenden Zuwachs in unserer Fliegergemeinschaft. Mit Interessierten führen wir gerne ein unverbindliches Kennenlerngespräch und bieten dann eine einjährige "Mitgliedschaft auf Probe" an.
München, im Januar 2009
Frank Ude
1. Vorsitzender RBFC e.V.
Vereinslogo: (seit 2005) |
Design und copyright by Armin Schöntag
|
Postanschrift:
Red Baron Flying Club e.V.
Jägerstraße 1
85764 Oberschleißheim
Weiterführende Informationen gibt es auf folgender Website:
Bitte beachten Sie, durch
Anklicken der nachfolgenden Links verlassen Sie die
Internetseiten von Flugplatz
Schleissheim e.V.
Für den Inhalt der verlinkten Seiten
sind ausschließlich deren Betreiber
verantwortlich!
http://www.rbfc.de
oder per E-Mail unter
webmaster(*at*)rbfc.de
(*at*) in der Verknüpfung bitte durch @ ersetzen!
|