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FSN 2008/13 - 15. Aug. 2008




Ehrenzeichen für Edi Strack






Edi Strack
Edi Strack, Urgestein auf dem Flugplatz Schleißheim
Foto: P. Eschbach

 

Ohne ehrenamtliches Engagement könnte der Flugplatz Schleißheim oder die Flugwerft Schleißheim (Deutsches Museum) nicht existieren. Edi Strack erhielt für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit für den Werftverein und das Deutsche Museum aus den Händen des Bayerischen Ministerpräsidenten, Prof. Dr. Günther Beckstein, das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern.

Edi Strack kam als Industriemechaniker am Ende des Zweiten Weltkrieges als Motorenmechaniker zur Luftwaffe und hat seit dieser Zeit eine intensive Beziehung zu den fliegenden Motoren entwickelt. Über viele unterschiedliche Stationen in seinem Leben, hat es den mittlerweile 82-jährigen Edi Strack nach Emmering verschlagen und er hat bei MTU begonnen, sein langjähriges Wissen über unterschiedlichste Flugmotoren einzubringen. Durch sein Wissen und seine Kontakte hat Edi ganz besonders zum Aufbau des Werftvereins beigetragen und über viele Jahre die Werkstätte geleitet. In dieser Restaurierungswerkstätte wurden und werden die Exemplare der ausgestellten Flugzeugmotore im Deutschen Museum aufgearbeitet und hergerichtet.

Ausstellungsstücke, welche nicht vom Werftverein hergerichtet wurden, stammen von der MTU als Leihgabe und wurden - wie sollte es auch anders sein - von Edi Strack ehrenamtlich unter der Ägide der MTU wieder zum Leben erweckt. Zwanzig Jahre lang geht Edi nun als Pensionär jeden Tag in aller Früh in seine geliebte MTU und macht das unmögliche möglich.

 
Flugmotor Argus 2
Argus 2, einer der ersten in Deutschland hergestellten Flugmotoren mit 100 PS Leistung,
wie er im Otto-Militärtyp, dem ersten Flugzeug in Oberschleißheim, Verwendung fand.

Foto: J. Kobold

 

Die MTU hat dieses Engagement geehrt und das Werkmuseum nach Edi Strack benannt. Kürzlich erst neu gestaltet, stehen dort 14 historische und überaus wertvolle Flugmotoren und Turbinen für die interessante Geschichte des Flugmotorenbaus an diesem Standort. All dies wurde möglich durch das Wissen und den persönlichen Einsatz von Edi Strack. Dies wurde nun auch vom Bayerischen Ministerpräsidenten in einer feierlichen Ehrung im Kaisersaal in der Münchener Residenz am 26. Juli 2008 gewürdigt. Im Interview kommentiert Edi Strack: "A haufen Leut, geh - hör ma auf". Diese persönliche Bescheidenheit kennen alle Piloten und Besucher in Oberschleißheim und gratulieren Edi Strack und seiner Familie zu diesem Ehrenpreis.

Paul Eschbach/Josef Kobold

 
  

Letzte Änderung: 18. Aug. 2008
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