FSN 2008/12 - 07. August 2008
Friedenstaube besucht FlyIn 2008

Transall C-160D des LTG 61 beim FlyIn 2008.
Foto: P. Eschbach
Vom 12.-13. Juli 2008 war Schleißheim wie schon in den vergangenen Jahren ein Treffpunkt für historische Flugzeugliebhaber. Das Deutsche Museum lädt seit 2003 regelmäßig zu einem zweitägigem Zusammentreffen von Piloten, ihren Maschinen und den begeisterten Besuchern in die Flugwerft Schleißheim ein.

In der Nähe von Landsberg/Lech ist sie nahezu täglich im Flug zu sehen, die Transalll C-160.
Foto: P. Eschbach
Die C-160 aus Penzing kam vom Lufttransportgeschwader (LTG) 61 und erschien in einer wunderschönen weißen Sonderlackierung am Platz und war das größte Flugzeug am Wochenende. Die Sonderlackierung wurde letztes Jahr aus Anlass der 50 Jahrfeier des LTG 61 angebracht. Die C-160 wird für Transportaufgaben u. a. bei Auslandsmissionen der Bundeswehr eingesetzt, die Maschine am Platz war auch bei allen Auslandseinsätzen dabei. Für die Kenner unter den Lesern, die Lackierung wurde von Walter Maurer aus Hebertshausen angefertigt, bekannt als Lackierbetrieb vieler berühmter Rennsportwagen in den 70er, 80er und neunziger Jahren. Die Lackierung ist mit Hilfe von Folien aufgebracht, so dass das Luftfahrzeug schnell wieder auf Einsatzkonfiguration zurückgerüstet werden kann. Bis dahin wird die C-160 als Botschafter der Bundeswehr bei vielen Flugveranstaltungen in Süddeutschland eingesetzt. Die Jubiläumsfeier in Penzing fiel wegen zu viel Regen buchstäblich ins Wasser - dies war wohl auch ein schlechter Vorbote für unser Wochenende in Schleißheim.

Tiger Moth und Boeing Stearman auf dem Weg zur Startbahn.
Foto: P. Eschbach
Dieses Jahr waren ca. 35 Maschinen in den zwei Veranstaltungstagen am Platz und haben wetterbedingt bei weitem nicht so viele Besucher angezogen wie geplant. Gegen schlechtes Wetter hilft nur, solche Veranstaltungen regelmäßig durchzuführen, dann trifft man auch wieder auf gutes Wetter. Ein Fly-In ist keine Flugveranstaltung wie an vielen anderen Flugplätzen, so dass die Piloten hier keine besonderen Flugvorführungen zeigen, sondern außerhalb des normalen Anflug- und Abflugverkehrs vor allem durch das Static Display in historischer Kulisse begeistern.

Stearman hinter Moth auf dem Rollweg.
Foto: P. Eschbach
Den Besuchern des Deutschen Museums fällt an diesen Tagen die Unterscheidung zwischen den Ausstellungsexponaten und den fliegenden Exemplaren sehr schwer - ein Flug in eine vergangene Zeit von Propellermaschinen und Spornradflugzeugen, sog. Taildragger.

Ein weiterer Gast des LTG 61, mit dem schon viele Leben, z. B. aus Bergnot,
gerettet wurden, SAR (Search and Rescue) Hubschrauber Bell UH-1D
Foto: P. Eschbach
Viele Besucher, Familien und Kinder kamen spontan und wollten eigentlich einen Museumstag verbringen. Der Flugplatz Schleißheim und das Deutsche Museum hat für diese völlig überraschend interessante Zusatzangebote parat gehabt und wieder ein kurzweiliges Wochenende beschert - für alle Altersstufen war was dabei.
Paul Eschbach
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